Lana

Lana

Mehr Weniger
 

Englisch im Arbeitsalltag

Ich dachte nicht, dass mir das in einem Dörfchen wie Lintorf passieren könnte aber ja:

Ich hatte eine Kundin, die nur Englisch sprach.grossbritannien_w500

Sie machte vorher wie alle Kunden einen Termin aus…  Das führte zu einem ziemlichen Durcheinander in unserem Terminbuch. Ich hatte dort einen Termin für Strähnen und „WSF“ mit einem unaussprechbaren Namen. Ich war also schon gespannt auf die Kundin. Als sie dann herein kam, wurde mir recht schnell klar, dass ich mein Schulenglisch hervorkramen muss. Es stellte sich heraus, dass sie ihren Namen auf Englisch buchstabiert hatte, was zu einem Verständigungsproblem führte. Da sie bei ihrem letzten Termin offensichtlich eine Ansatzfarbe bekommen hatte, versuchte ich mich zu erkundigen, ob sie vorhabe, zu Strähnen zu wechseln oder ob ich die Ansätze komplett behandeln sollte. Nach anfänglich peinlich berührtem Stottern wurde mein Englisch wieder flüssig und sowohl das Beratungsgespräch als auch die anschließende Unterhaltung wurden zunehmend müheloser. Nur eines wollte mir partout nicht einfallen: Das englische Wort für Strähnen. Ich redetete mich also erfolgreich drum herum und verabschiedetete später eine zufriedene Kundin. Etwa zehn Minuten später fragte ich meine nächste (deutschsprachige) Kundin im Beratungsgespräch, ob ich ein paar Highlights setzen solle. Da wurde mir dann endlich klar, wo das Problem lag, ich kam nicht auf Highlights, weil es ein Wort ist, das in unserem „denglischen“ Friseur-Sprachgefüge alltäglich ist. So stellt man sich manchmal selbst ein Bein.

Liebe Grüße aus Lintorf,
Lana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Lana

Lana

Mehr Weniger